Wir verstehen Biodiversität nicht als zusätzliche Anforderung an die Planung, sondern als Bereicherung. Unser Ziel sind Freiräume, in denen Menschen, Pflanzen und Tiere gute Bedingungen finden – und in denen ökologische, klimatische und soziale Qualitäten zusammengedacht werden.
Den Ort verstehen
Jeder Ort bringt eigene Strukturen, Lebensräume und Geschichten mit. Deshalb versuchen wir nicht, eine fertige Idee über ihn zu legen. Wir schauen zuerst, was vorhanden ist, welche Qualitäten bewahrt werden sollten und wo sich ökologische Bedingungen verbessern lassen.

Lebenswerte Lebensräume
Für uns bedeutet Biodiversität mehr als Artenvielfalt. Es geht um Freiräume, in denen ökologische Prozesse funktionieren und gleichzeitig Orte entstehen, an denen Menschen sich gerne aufhalten.
Biodiverse Räume können Schatten schaffen, Wasser zurückhalten, Lebensräume bieten, Natur erlebbar machen und zur Aufenthaltsqualität beitragen. Deshalb betrachten wir ökologische, klimatische und soziale Anforderungen im Zusammenspiel.
Genau hinsehen
Viele ökologische Prozesse sind auf den ersten Blick nicht sichtbar. Deshalb gehören Begehungen, Kartierungen und eine genaue Dokumentation des Bestands zu unserer Arbeit.
Tiere und Lebensräume
Welche Arten kommen vor? Welche Flächen bieten Rückzugs-, Brut- oder Nahrungsräume?
Pflanzen und Vegetation
Welche Bestände sind vorhanden und welche Strukturen sind für den Ort besonders wertvoll?
Boden und Wasser
Wie funktionieren Boden, Wasserhaushalt und ökologische Zusammenhänge?
Klima und Landschaftsbild
Welche klimatischen Bedingungen und räumlichen Qualitäten prägen das Gebiet?
Menschliche Nutzung
Wie lassen sich ökologische Anforderungen mit Gesundheit, Nutzung und Gestaltung verbinden?
Landschaftsplanung und -architektur zusammenbringen

In Bonn arbeitet eine eigene Biodiversitätsabteilung als Teil der Landschaftsplanung. Genau an der Schnittstelle zur Landschaftsarchitektur liegt für uns eine besondere Chance.
Wir wollen ökologische Erkenntnisse nicht erst als Gutachten an einen fertigen Entwurf anhängen. Landschaftsplanung und Objektplanung sollen möglichst früh miteinander arbeiten – im besten Fall bereits bei der gemeinsamen Begehung vor Ort.
So können fachliche Erkenntnisse direkt in Entwurf, Gestaltung und weitere Projektentwicklung einfließen.
Mitarbeitende
Biodiversitätsabteilung in Bonn
Perspektiven
Landschaftsplanung + Landschaftsarchitektur
gemeinsames Ziel
Fachlich fundierte, lebenswerte Freiräume
Analysieren
Ökologische Zusammenhänge erfassen
Auswirkungen eines Eingriffs bewerten
Fachliche Grundlagen schaffen
Abstimmung mit Behörden und Fachbüros
Mitgestalten
Bestände in den Entwurf integrieren
Lebensräume erhalten oder neu schaffen
Kompromisse zwischen Anforderungen entwickeln
Projekte langfristig begleiten
Biodiversität braucht Substanz
Biodiversität lässt sich schnell behaupten. Wir wollen sie nachvollziehbar und wirksam in die Planung integrieren. Deshalb betrachten wir jeden Ort differenziert, arbeiten mit fachlichen und wissenschaftlichen Grundlagen und prüfen, welche Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind.
Dabei sind wir transparent: Vieles können wir bereits leisten, anderes entwickeln wir gerade weiter. Wir verstehen Biodiversität nicht als fertiges System, sondern als gemeinsamen Lernprozess – mit Ernsthaftigkeit, Neugier und Freude am Weiterdenken.
Biodiversität entsteht nicht durch ein Etikett, sondern durch genaue Kenntnis des Ortes.
Weiterdenken:
Menschen & Partizipation
Ein Ort wird nicht nur durch seine ökologischen Bedingungen geprägt, sondern auch durch die Menschen, die ihn kennen und nutzen. Ihre Erfahrungen können helfen, Bedürfnisse, Konflikte und verborgene Qualitäten frühzeitig zu erkennen.
